Einswarden
Ein wenig Geschichte: Der Ortsteil Einswarden und das Dorf Schweewarden bilden den zweiten Pfarrbezirk der Kirchengemeinde Blexen. Einswarden selbst ist auf das 1. Jahrhundert vor Christi Geburt zu datieren, wie eine Ausgrabung von 1940 ergab. In seiner jüngsten Geschichte ist der Pfarrbezirk vielen Umbrüchen ausgesetzt gewesen. Große Mietshäuser entstanden nach dem 1. Weltkrieg in der bis dahin eher ländlich geprägten Ortschaft.
Mit der zunehmenden Industrialisierung blühte der Ort auf und wurde Verwaltungsmittelpunkt der ehemaligen politischen Gemeinde Blexen. Ost- und Westschule, die katholische Schule, sowie Sonder- und Realschule im Ort unterstrichen diesen Mittelpunktcharakter. Damit war es vorbei, als die ehemalige politische Gemeinde Blexen im Zuge der Verwaltungsreform 1933 Nordenham angegliedert wurde.
Pfarrbezirk Einswarden
Dieser zweite Umbruch ist mit negativen wirtschaftlichen Folgen für den Ortsteil verbunden gewesen. In der Gegenwart ist die Situation des Ortes noch immer durch eine große Fluktuation der Bewohner bestimmt. Durch Schaffung von Wohneigentum soll dieser Entwicklung entgegen gesteuert werden. Das ehemalige Gemeindehaus der politischen Gemeinde Blexen, das 1908 errichtet und 1961 von der Kirchengemeinde erworben wurde, zeugt noch heute von der Bedeutung dieses Ortsteils. Hier wurden bis zur Fertigstellung der Friedenskirche im Jahr 1978 auch die Gottesdienste abgehalten.
Im Pfarrbezirk Einswarden gibt es ungefähr 1500 Gemeindeglieder, die in diesem Stadtteil mit Mitbürgern aus mehreren Nationen zusammen leben. Viele Gemeindeglieder finden im ortsansässigen Flugzeugwerk oder in der benachbarten Metallhütte Arbeit.
Betreut wird der Pfarrbezirk Einswarden seit dem Weggang von Pfarrer Holger Ossowski Ende 2005 von Pfarrer Michael Gädicke aus Blexen.
